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Sommerbürgerbrief 2020

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
 
würden wir an dieser Stelle üblicherweise zu den bevorstehenden Ferienspielen und perspektivisch zu den Veranstaltungen der Talkerwe bis hin zum Weihnachtsmarkt Informationen geben, ist im Jahr 2020 alles anders.
Seniorennachmittag, Ferienspiele und Talkerwe mussten bereits abgesagt werden.
Eine Entscheidung über die Durchführung des Weihnachtsmarktes steht noch aus. Diese soll voraussichtlich im September getroffen werden.
Das Coronavirus bestimmt und dominiert bisweilen auch unsere Abläufe in Bauhof, Kindertagesstätte und Verwaltung, aber mit Sicherheit nicht minder in Ihrem privaten und persönlichen Alltag.
Es gab und gibt noch, wenn inzwischen auch deutlich gelockert, zahlreiche Einschränkungen, die wir bisher nicht kannten.
Von heute auf morgen wurde per Verordnung geregelt, mit wie vielen Personen man sich wo noch treffen darf, dass in bestimmten Bereichen Mund- und Nasenschutz zu tragen ist, dass Kindergarten- und Schulkinder auf einmal zu Hause zu betreuen sind, dass generell Abstandsregeln von mindestens 1,50 m eingehalten werden sollen, usw.. Alle Maßnahmen mit dem einen Ziel, die Ausbreitung des Virus einzudämmen.
Dies ist nach Expertenmeinung zunächst gelungen. Es gab aber auch in Gorxheimertal Infektionsfälle. Bis heute hat Gorxheimertal die höchste Infektionsquote pro 1.000 Einwohner im Kreis Bergstraße und dies ohne Krankenhausstandort, geschweige denn Seniorenheim.
Damit möchte ich keine Sorge verbreiten. Vielmehr möchte ich appellieren aufmerksam zu bleiben und die Selbstvorsorge aufrecht zu erhalten und nicht leichtsinnig zu werden.
Es gibt wieder eine Vielzahl von Möglichkeiten am öffentlichen Leben teilzunehmen. Gaststättenbesuche sind ebenso möglich wie Einkaufstouren, Treffen in kleineren Gruppen, kleine Familienfeiern, Veranstaltungen bis 250 Besucher, usw.. Alles allerdings, und dies ist neu gegenüber früher, unter Einhaltung der individuellen Hygieneempfehlungen für die jeweiligen Bereiche.
Bleiben Sie aufmerksam und respektvoll im Umgang mit diesem Virus, dann können etwaige Ängste auch ein großes Stück weit reduziert werden. Das Coronavirus darf andererseits unsere Lebensqualität nicht gegen 0 reduzieren.
Es liegt vorrangig an uns selbst, was wir aus dieser aktuellen Lebensphase machen.
 
Ein Zusammenhalt der Bevölkerung hat sich sehr schnell eingestellt bis hin zu einer kurzfristig ehrenamtlich aktiv gewordenen und mit der Nachbarschaftshilfe Weinheim und Umgebung vernetzten Ansprechpartnerin, was wir einer engagierten Bürgerin aus unserer Gemeinde zu verdanken haben. Sofort konnten wichtige Aktivitäten in die Wege geleitet und zielführend Unterstützung gewährleistet werden.
Auch dafür möchte ich allen Wirkenden in den verschiedenen Organisations- und Kooperationsformen ganz herzlichen Dank sagen.
Danke sage ich aber auch ausdrücklich den vielen stillen und unmittelbaren Nachbarschaftshilfen, wo ein kurzer Anruf oder ein Klingeln an der Haustür den Weg für Unterstützung in dieser Situation geebnet hat.
Da wir in der Verwaltung vergleichsweise sehr wenige Anfragen zu diesen Bedarfen erhalten haben, erlauben wir uns ableiten zu können, dass in Gorxheimertal gerade in solchen Zeiten ein solidarisches, von Unterstützung geprägtes, nachbarschaftliches Gemeinschaftsleben funktioniert. Diese Erkenntnis erfüllt mich als Bürgermeister dieser Gemeinde mit Stolz gegenüber meinen Mitbürgerinnen und Mitbürgern.
 
Unsere Vereine und Organisationen, ganz wichtige Stabilisatoren des öffentlichen und gesellschaftlichen Lebens in Gorxheimertal, haben nach wie vor starke Einschränkungen im Hobby-Trainings- und im Wettkampfbetrieb. Die Perspektiven sind unterschiedlich, so könnten einzelne Sportarten mit weniger Teilnehmern und besseren Möglichkeiten der Abstandswahrung, bereits wieder in den Wettbewerbsbetrieb gehen, andere haben noch keine konkrete Perspektive vor Augen. Nicht ganz einfach ist die Situation auch im Bereich Musik und Gesang.
Ich möchte alle Bürgerinnen und Bürger aufrufen, gerade in dieser Situation unsere Vereine, die über Jahrzehnte die Rahmenbedingungen für unser gesellschaftliches und freizeitliches Zusammenleben geschaffen haben, nachhaltig zu unterstützen und gemeinsam wieder in einen geordneten Übungs-, Sport-, aber auch geselligen Betrieb überzugehen, sobald dies wieder möglich ist. Selbstverständlich die persönliche Risikoabwägung immer im Vordergrund stehend.
 
Unsere Gewerbetreibenden haben in unterschiedlichster Ausprägung sehr schwierige Wochen hinter sich. Kehrt in vielen Bereichen allmählich wieder ein Stück weit Normalität ein, sieht man von umzusetzenden Hygienevorschriften einmal ab, so wird es für einige wenige Gewerbebereiche auch perspektivisch gesehen vielleicht nicht ganz einfach an Zeiten vor Corona anzuknüpfen.
Nicht nur die eigene Zukunft ist von den Entwicklungen, die hoffentlich in allen Fällen positiv verlaufen, beeinflusst. Es hängen auch an vielen Gewerbebetrieben zahlreiche Arbeitsplätze und somit unmittelbar das Schicksal von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.
Wir glauben wahrgenommen zu haben, dass unsere Gewerbetreibenden in den letzten Monaten das Bestmögliche aus den Gegebenheiten gemacht haben. Bei all diesen Existenzfragen gab es sicherlich die eine oder andere schlaflose Nacht. Niemand hat resigniert. Alle sind so schnell als möglich in den Modus gegangen aus der Situation heraus Chancen zu erkennen und zu kreieren und wenigstens noch das Bestmögliche aus der Situation machen zu können.
 
Ich wünsche allen Gewerbetreibenden und ihren Beschäftigten, dass sie mit Zuversicht durch diese Zeit gehen und sich in der Folge auch wieder bessere Geschäftsbedingungen und Umsätze einstellen werden. Die Qualität, die Sie und Ihre Mitarbeiter hier teils seit vielen Jahrzehnten abliefern, ist unbestritten. Danke hierfür.
Sie liebe Bürgerinnen und Bürger möchte ich aufrufen das Gewerbe am Ort wann immer möglich aktiv zu unterstützen. Aktuell mehr denn je.
 
Bleiben Sie und Ihre Familien gesund.
 
 
Ihr
 
 
 
Uwe Spitzer
Bürgermeister
 
Der Sommerbürgerbrief 2020 als Download (pdf-Datei).