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Sommerbürgerbrief 2017

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
 
Sie sind es gewohnt, in der Regel zweimal im Jahr in Form des Bürgerbriefes über aktuelle Ereignisse in der Gemeinde Gorxheimertal unterrichtet zu werden.
 
Bevor wir in die einzelnen Themenbereiche einsteigen, liegt mir eine Sache besonders am Herzen, die einen außerordentlich großen Symbol- und Vorbildcharakter hat und zeigt, wie ein Teil unserer Gemeinschaft zusammen steht und sich engagiert, wenn es heißt, Dritten, die nicht in unserem regionalen und kulturellen Umfeld aufgewachsen sind, Hilfestellungen zu gewähren.
 
Seit Jahren ist bekannt und wird auch wahrgenommen, was in unseren Vereinen und Organisationen auf ehrenamtlichen Sektor alles geleistet wird um vor Ort eine homogene Vereinsstruktur zu gewährleisten. Dafür kann man immer nur wieder Respekt zollen und Dankeschön sagen.
 
Eine neue Form und in gewisser Weise auch eine neue Dimension des Ehrenamts, daher möchte ich auch besonders auf dieses Engagement eingehen, findet in Reihen unseres Helferkreises Flüchtlinge im Rahmen der aktiven Betreuung unserer Flüchtlinge statt.
 
Familienbetreuung, Sprachkurse, Unterstützung bei behördlichen Formalitäten, Wohnungssuche, Wohnungsausstattung und Kleiderhilfe, Integration in die örtlichen Vereinsstrukturen, Flüchtlingscafé, Sportaktivitäten, gemeinsame Freizeitaktivitäten und zahlreiche weitere Felder werden von dem in Gorxheimertal bestehenden Helferkreis abgedeckt.
 
Ein soziales Engagement und eine daraus auch resultierende Vernetzung, die innerhalb unserer behördlichen Strukturen niemals so bedarfsgerecht und erfolgsorientiert abgebildet werden könnte, dies möchte ich unumwunden feststellen, ist hier entstanden.
 
Deutschland ist seit jeher ein Land, welches von Zuwanderung geprägt ist und diese Zuwanderung hat in den letzten Jahrzehnten bei weitem weniger negative Auswirkungen gehabt, als dass sie auch ein großes Stück weit zu dem sozialen und gesellschaftlichen Wohlstand geführt hätte, der in manch einem der umliegenden Nachbarländer nicht besteht. Dies gehört nun einmal zur Wahrheit.
 
Daher ist ein solches Engagement von uns allen wichtig, leider ist es jedoch wie so oft auf nur wenige Schultern verteilt. Umso mehr danke ich allen, die sich in diesem Bereich engagieren und schon zahlreiche positive Weichen stellen konnten, bis hin zur Vermittlung von dauerhaftem Wohnraum.
 
Apropos, Wohnraum ist nach wie vor gesucht. Auch in unserer Gemeinde gibt es offenkundig eine Zahl an Wohnungsleerständen. Möglicherweise lohnt es, sich mit dieser Fragestellung zu beschäftigen. Neben der unmittelbaren Hilfe für die Betroffenen kann sich eine solche Vorgehensweise auch zu einer positiven eigenen Lebenserfahrung entwickeln. So wurde es in vergleichbaren Fällen bereits formuliert.
 
Danke an alle, die sich in diesem Bereich, oft auch nur im Stillen und Verborgenen, so sehr engagieren.
 
Ihr Uwe Spitzer, Bürgermeister
 
 
Der Sommerbürgerbrief 2017 als Download (pdf-Datei).